Hochentaster & Häcksler – Das gibt es beim Kauf zu bedenken

Bald ist es wieder soweit, der Frühling kommt. Um diese schöne Jahreszeit im eigenen Garten genießen zu können, möchte der eine oder andere diesen vielleicht wieder einmal so richtig herausputzen und von allem überwuchernden Gestrüpp und Geäst befreien. Zwei  Werkzeuge, die bei dieser  lästigen Arbeit unschätzbare Dienste leisten können, sind der Hochentaster und der Häcksler. Doch lohnt sich die Anschaffung überhaupt? Was gibt es alles vor einem Kauf zu beachten? Diese und weitere Fragen werden im Folgenden behandelt.

Der Hochentaster

HechtElektro-Hochentaster 976 W Astkettensäge Profi-AstsägeBei einem Hochentaster handelt es sich um eine motorisierte Astsäge mit einem meist zwei bis drei Meter langen Teleskopstiel. So ist es möglich, hohe Zweige und Sträucher bequem zu beschneiden und zu stutzen. Sie eignen sich also im Vergleich zu anderen Astsägen besonders dafür, schwer zugängliche Stellen ohne ungesunde Verrenkungen oder gefährliche Klettereien zu erreichen. Hochentaster sind dabei in mehreren Varianten erhältlich. Die beste Wahl hängt dabei von den persönlichen Anforderungen und Einsatzgebieten ab.

Welchen Antrieb beim Hochentaster?

Die grundlegende Unterscheidung betrifft die Antriebsart. Angeboten werden folgende Arten von Hochentastern:

  • Elektro Hochentaster
  • Akku Hochentaster und
  • Benzin Hochentaster

Der Elektro Hochentaster wird mit Strom aus der Steckdose betrieben. Dies macht ihn kraftvoll und er kommt ohne viel Gewicht aus. Das große Manko dieser elektrischen Astsäge ist, dass sie kabelgebunden ist. Man ist damit also immer auf eine Steckdose in der Nähe angewiesen. Es ist oftmals die preisgünstigste Variante des Hochentasters (ca. ab 50 Euro). Sie eignet sich besonders für den Hobbygebrauch und bedarf auch weniger Wartung als andere Modelle.

Wer hingegen besonders hohen Wert auf Mobilität legt, sollte vielleicht eher einen Akku Hochentaster in Betracht ziehen.  Dieser bringt volle Bewegungsfreiheit.  Kabellos und ohne schweren Benzinmotor, ist er gut zu transportieren und somit vielerorts einsetzbar. Zudem sind die Modelle auch nicht teuer. Für diese Vorteile müssen Sie jedoch Einbußen in der Leistungsstärke der Säge in Kauf nehmen. Zudem kann das Gerät nur so lange verwendet werden, wie der Akku hält. Bei Verwendung von schwachen Akkus kann die Leistungsfähigkeit schnell nachlassen.

Benzin Hochentaster sind im Gegensatz dazu besonders kraftvoll und auch für Anwendungen jenseits des Freizeitbereichs bestens geeignet. Sie sind zwar etwas schwerer aber dennoch transportabel. Nachdem das Benzin aufgefüllt wurde, ist diese Teleskop Kettensäge schnell wieder einsatzbereit. Die Hochentaster mit Benzinmotor sind zudem etwas lauter als die anderen. Die Geräte sind zumeist eher im oberen Preissegment (ca. ab 200 Euro) angesiedelt.

Was gibt es bei Hochentastern noch zu beachten?

Damit die Kette der Säge nicht zu heiß wird, muss sie mit Öl geschmiert werden. Dieses muss dafür regelmäßig nachgefüllt werden.  Nicht jedes Öl ist für jedes Gerät geeignet. Deshalb unbedingt im Handbuch des Geräts oder beim Hersteller nachfragen.

Teleskop-Astsägen werden auch oft in Kombination gemeinsam mit Heckenscheren, Rasentrimmern usw. (z.B. 2 in 1 Hochentaster, 5 in 1 etc. ) angeboten.

Für den Privatgebrauch mag es auch eine gute Idee sein, Hochentaster gebraucht zu kaufen. Grundsätzlich werden sie auch vermietet (z.B. über Internetportale oder Baumarkt), nur kann es schwierig sein, einen Vermieter in der Nähe zu finden.

Hochentaster im Überblick

Vorteile Nachteile
Elektro Hochentaster + preisgünstig

+ weniger Wartung nötig

– gebunden ans Kabel

 

Akku Hochentaster + erlaubt hohe Mobilität

+ geringes Gewicht

– schwächere Leistung

– abhängig vom Akku

Benzin Hochentaster +leistungsstark

+erlaubt Mobilität

– etwas schwerer

– höhere Preisklasse

– lauter

Der Häcksler

Bosch DIY Häcksler AXT Rapid 2000Ist der Garten nun schön getrimmt und von allem unnötigen Wildwuchs befreit, so stellt sich die Frage: Wohin mit dem Abgeschnittenen? Für diese Zwecke gibt es den Häcksler, der Äste, Zweige, Heckenschnitt sowie viele Formen von Gartenabfall zerkleinert. Das Material wird in einen Trichter gestopft und im Inneren der Maschine zu kleinen Stücken verarbeitet,  die dann  als Mulch, Kompost oder Humus verwendet werden können.

Wie erfolgt die Zerkleinerung beim Häcksler?

Die Gartenschredder werden vor allem nach der Verfahrensweise, mit der sie den Gartenabfall zerkleinern, unterschieden. Auch hier eignen sich die einzelnen Varianten wieder für unterschiedliche Aufgaben besonders gut. Der optimale Motorhäcksler hängt also wieder von den eigenen  Bedürfnissen ab. Im Folgenden werden die drei gängigsten Typen behandelt.

  • Messerhäcksler
  • Walzenhäcksler
  • Turbinenhäcksler

Beim Messerhäcksler wird das Schnittgut durch eine schnell rotierende Messerscheibe zerkleinert. Diese klassische Häcksler-Art ist eher günstig zu bekommen (ca. ab 85 Euro) und eignet sich vor allem für weicheres Material  wie Gras, Laub, frisches Gestrüpp oder dünne Äste.  Mit  einer Betriebslautstärke von bis zu 110 dB sind die Maschinen die lautesten Modelle. Zudem wird das Material bei diesen Gartenschreddern meist nicht automatisch eingezogen, große Äste müssen deshalb zuerst zerkleinert und dann von Hand in den Trichter gestopft werden.  Auch Verstopfungen müssen unter Beachtung der Sicherheitshinweise zumeist zeitaufwändig selbst beseitigt werden.

Der Walzenhäcksler zerkleinert und zerquetscht das Material mit einer Walze. Das verursacht weit weniger Lärm als das Zerschneiden. Da die Walze das Schnittgut selbst einzieht, entfällt das aufwendige Nachstopfen.  Um Verstopfungen zu lösen, lässt sich die  Walze einfach in die entgegengesetzte Richtung drehen. Schredder mit Walzenschneidewerk sind zudem eher für hartes und trockenes Holz und weniger für weiches Material geeignet. Sie kommen auch meistens etwas teurer in der Anschaffung (ca. ab 130 Euro).

Die beiden oben genannten Schreddervorgänge werden beim Turbinenhäcksler kombiniert. Dieser verwendet sowohl Messer als auch Walzen zum Zerkleinern. Turbinenhäcksler bieten sämtliche oben genannten Vorteile.  Zudem sind sie sowohl für dünnes als auch für dickes Geäst geeignet. Der einzige Wermutstropfen ist der höhere Preis (ca. ab 400 Euro).

Was gibt es bei Häckslern noch zu beachten?

So können Sie die einzelnen Typen sowohl mit Benzin- als auch mit Elektroantrieb (Wechsel- und Starkstrom) erwerben. Um stärkere Äste zu zerkleinern, sind Häcksler mit Benzin- oder Starkstrommotor empfehlenswert. Bei den elektronischen Varianten handelt es sich oft um kleinere Häcksler. Häckselmaschinen mit Walzschneidewerk und Elektromotor werden aufgrund des geringen Lärmpegels  auch Leisehäcksler genannt. Zudem gibt es zahlreiche Häcksler für den reinen Profibetrieb.

Die Gartenschredder können auch gemietet werden (z.B. vom Baumarkt).  Auch gebrauchte Maschinen sind u.a. in Portalen wie Ebay erhältlich.

Häcksler im Überblick

Vorteile Nachteile Eignung
Messerhäcksler + preisgünstig – laut

– kein autom. Einzug

weiches Schnittgut (Laub, frisches Gestrüpp, Gras etc.)
Walzenhäcksler + autom. Einzug

+ leise

– etwas teurer hartes, trockenes Holz (Wurzeln, Äste etc.)
Turbinenhäcksler + autom. Einzug

+ leise

– hohe Preisklasse weiches und hartes Schnittgut (dickes und dünnes Geäst)

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schredder_(Maschine)