Rasen wässern

Im Sommer herrschen in der Regel besonders hohe Temperaturen, welche schnell dazu führen, dass der Boden im Garten austrocknet: Die Feuchtigkeit, welche sich in diesem befindet, verdunstet durch die hohen Temperaturen und die Sonneneinstrahlung schneller und dies führt dazu, dass auch der Rasen schnell austrocknet. Bewässern ist hier daher das A und O.

Wie jedoch wird eigentlich richtig bewässert und was sollte dabei beachtet werden?

Zu welchem Zeitpunkt sollte der Rasen gewässert werden?

Rasen wässern - Wie viel Wasser benötigt der Rasen?

Es kann nie früh genug mit dem Bewässern des Rasens begonnen werden: Sobald sich einige Halme schon krümmen und schlaff werden, sollte mit dem Bewässern angefangen werden. Wird der Rasen hingegen erst bewässert, wenn dieser schon große Flächen mit ausgetrockneten Grashalmen aufweist, so ist es meist schon zu spät. Der Rasen lässt sich in diesem Stadium nur noch selten retten.

Beachtet werden sollte darüber hinaus auch die richtige Tageszeit zum Bewässern: Am frühen Morgen lässt sich am besten Bewässern, da der Boden zu diesem Zeitpunkt noch von der Nacht kühl ist und sich noch nicht aufgeheizt hat. Das Bewässern des Rasens tagsüber sollte dringend vermieden werden, da hier durch die starke Sonneneinstrahlung noch mehr Schäden am Rasen entstehen können!

Wie viel Wasser benötigt der Rasen?

Gerade hier wird oftmals ein Fehler gemacht: Die Wurzeln des Rasens reichen bis zu 15 cm tief in den Boden. Daher benötigt der Rasen meist mehr Wasser als gedacht, damit sich der Boden auch bis zu dieser Tiefe hin mit Wasser vollsaugen kann. Es kommt hier aber auch auf die Art des Bodens an. Die meisten Gärten weisen einen Sandboden auf.

Da dieser schneller austrocknet, sollte dieser mehrmals pro Woche während des Sommers bewässert werden. 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter stellen hier eine gute Orientierung dar. Es gibt aber auch einige Gärten mit Rasen, welcher sich auf einem Lehmboden befindet.

Da Lehm dichter ist, benötigt Lehmboden auch mehr Wasser. 15 bis 20 Liter stellen hierbei eine gute Menge dar. Lehm speichert Wasser außerdem effektiver, weshalb Rasen auf einem Lehmboden auch nicht so häufig bewässert werden muss.

  • Sandboden: 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter -> 4 bis 5 Mal pro Woche bewässern
  • Lehmboden: 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter -> 1 bis 2 Mal pro Woche bewässern

Wie kann die richtige Menge an Wasser für den Rasen festgestellt werden?

Um festzustellen, dass der Rasen mit genügend Wasser bewässert wurde, muss kontrolliert werden, ob die Wurzeln der Grashalme von dem Wasser erreicht wurden. Dazu stehen mehrere Methoden zur Verfügung: Zum einen kann mit einem Regenmesser gemessen werden, ob mit der richtigen Menge an Wasser bewässert wird.

Zum anderen kann nach dem Bewässern ein kleines Loch mit einem Spaten aus dem Rasen ausgestochen werden. Hier lässt sich nun sehen, ob in circa 15 cm Tiefe auch noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Besonders praktisch ist auch ein Durchflussmengen-Zähler, welcher an dem Rasensprenger oder dem Gartenschlauch angebracht werden kann. Je nach Art des Bodens und der Rasenfläche lässt sich mit diesem leicht ermitteln, wann die passende Menge an Wasser erreicht wird.

Welche Methode zum Bewässern des Rasens sollte ausgewählt werden?

  • Gartenschlauch: für kleine Rasenflächen und zur gezielten Bewässerung geeignet
  • Wassersprinkler: für größere Rasenflächen geeignet -> einige Systeme verfügen über eine automatische Abstellung nach einer bestimmten Zeit
  • Vollautomatische Bewässerungssysteme: sind mit einem Sensor zur Messung der Feuchtigkeit im Boden ausgestattet -> stellen sich beim Erreichen der richtigen Feuchtigkeit automatisch ab und lassen sich vorprogrammieren

Fazit – Rasen wässern

Mit einigen Tipps und Tricks lässt sich der Rasen auch über den Sommer grün und frisch halten. Welches System zur Bewässerung nun das richtige ist, hängt vor allem von der Größe und Beschaffenheit der Rasenfläche sowie den persönlichen Präferenzen ab.

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