Rasenmäher Öl – der richtige Öltyp für Benzin Rasenmäher

Damit ein Benzin Rasenmäher bei der Pflege des grünen Teppichs langfristig gute Dienste leistet, braucht er das richtige Öl. Das Schmiermittel gewährleistet einen reibungslosen Betrieb, kühlt den Motor und wirkt Verschleißerscheinungen entgegen. Ausschlaggebend für die Wahl des passenden Öls ist, ob der Rasenmäher einen 2-Takt-Motor oder einen 4-Takt-Motor besitzt.

Unsere Empfehlungen für Rasenmäher Öl

Im Folgenden findest du unsere TOP Empfehlungen für Rasenmäher Öl:

LIQUI MOLY 1264 Rasenmäher-Öl SAE 30 1 L
Briggs & Stratton 100005E SAE30 Öl, 0.6 Liter
MANNOL 4-Takt Agro SAE 30 API SG, 4 Liter

Gut geschmiert hält länger

Rasenmäher Öl – der richtige Öltyp für Benzin Rasenmäher

Nur mit dem passenden Öl kann ein Benzin Rasenmäher die bestmögliche Leistung erbringen. Die Verwendung des falschen Öltyps schadet dem Motor. Das richtige Öl hingegen sorgt dafür, dass der Rasenmähermotor problemlos startet, lange hält und zuverlässig seine Arbeit tut.

2-Takt oder 4-Takt – das ist hier die Frage?

Während beim 2-Takter das Öl mit dem Benzin vermischt und beim Verbrennungsvorgang mitverbrannt wird, verbleibt das Öl beim 4-Takter im Motor. Manche 2-Takt Mäher besitzen einen Öltank, von wo aus das Öl mittels Pumpe ins Benzin gelangt. Ist kein separater Tank vorhanden, wird das Öl händisch direkt in den Benzintank gefüllt.

Bei einem 4-Takt-Motor verbrennt das Öl nicht, sondern gewährleistet die Schmierung sämtlicher Motorteile. Das funktioniert beim Rasenmäher nach demselben Prinzip wie beim Auto. Da es zu keiner Verbrennung des Öls kommt, ist ein 4-Takt Öl ganz anders konzipiert. Es bleibt im Ölkreislauf und wird beim Rasenmähen nicht verbraucht. Mit der Zeit kann der Ölstand allerdings leicht absinken und das Öl verschmutzen, weshalb ein regelmäßiger Ölwechsel notwendig ist.

2-Takt-Öl für Rasenmäher mit 2-Takt-Motor

2-Takt Rasenmäher sind mittlerweile selten geworden, da sie etwas lauter sind als 4-Takt Mäher und einen deutlich höheren Schadstoffausstoß haben. Für einen Rasenmäher mit 2-Takt-Motor kann prinzipiell jedes 2-Takt Öl verwendet werden.

Wenn Ihr 2-Takt Rasenmäher keinen separaten Öltank besitzt, müssen Sie das Zweitaktöl von Hand mit dem Benzin mischen und das Gemisch anschließend in den Tank des Mähers füllen. Halten Sie sich dabei exakt an das vom Hersteller angegebene Mischverhältnis. Messen Sie Öl und Benzin in sauberen, trockenen Messbechern ab und verwenden Sie zum Vermischen der beiden Komponenten ebenfalls ein sauberes Behältnis.

Auch wenn sich das Gemisch luftdicht verschlossen einige Monate lagern lässt, ist es besser, die jedes Mal eine frische Mischung zu verwenden.

Das perfekte 4-Takt-Öl für Benzin Rasenmäher

Beim 4-Takt-Motoröl handelt es sich um normales Motoröl, wie wir es vom Auto kennen. In den Motor gefüllt, schmiert es den Kolben, die Kurbelwelle und das Getriebe. Das Ölbad der beweglichen Teile vermindert die Reibung und bewahrt den Motor vor Verschleiß.

Hier finden Sie übrigens einen Test von 5 Benzin Rasenmähern mit 4 Takt Motor.

Die passende Viskositätsklasse

4-Tak-Öl ist in verschiedenen Viskositäten erhältlich. Die Viskositätsklasse gibt über die Zähflüssigkeit Auskunft. Je höher die angegebene Zahl, desto dickflüssiger das Öl. Anhand der Fließfähigkeit wird auch unterschieden, ob sich das Öl ausschließlich für den Einsatz in der warmen Jahreszeit eignet, oder ob es auch im Winter verwendet werden kann.

Werfen Sie vor dem Ölkauf unbedingt einen Blick ins Bedienerhandbuch des Rasenmähers. Der Hersteller empfiehlt meist eine oder mehrere Viskositätsklassen. Halten Sie sich an diese Empfehlungen!

Hier geben wir Ihnen einen knappen Überblick über die typischen 4-Takt Öltypen und erklären, wann sie verwendet werden.

  • SAE 30: Dieses Sommeröl (Einbereichsöl) eignet sich für Temperaturen ab + 5 °C.
  • SAE 10W-30: Gut geeignet für schwankende Temperaturen im Bereich zwischen -18 °C und + 38 °C. Es erleichtert das Starten bei kühler Witterung. Bei sommerlichen Temperaturen über 27 °C  ist bei diesem Öltyp der Ölverbrauch etwas höher.
  • SAE 5W-30: Synthetisches Öl, ideal bei tiefen Temperaturen unter + 5 °C. Kann im Bereich von – 30 °C bis maximal + 40 °C eingesetzt werden. Verbessert das Starten, verringert den Ölverbrauch und bietet den besten Schutz.
  • SAE 15W-50: Vollsynthetisches Öl für Rasenmäher, die häufig benutzt werden. Für lange Arbeitsintervalle im semi-professionellen und professionellen Bereich. Bei Temperaturen zwischen etwa – 6 °C bis maximal + 55 °C. Ideal für das Rasenmähen während andauernder Hitzewellen. Spart Treibstoff.

Bei Wikipedia erfährst Du mehr über Viskositätsklassen

Kann für 4-Takt Rasenmäher normales Motoröl für Autos verwendet werden?

Die einmalige Verwendung eines KFZ-Motoröls für den Rasenmäher wird keine dauerhaften Schäden zu befürchten. Allerdings handelt es sich bei KFZ-Ölen um Mehrbereichsöle, da Autos üblicherweise sowohl im Winter als auch im Sommer genutzt werden. Rasenmäher hingegen kommen lediglich in der warmen Jahreszeit vom Frühjahr bis in den Herbst zum Einsatz. Die vom Hersteller empfohlenen Spezialöle exakt auf den Motortyp des Mähers zugeschnitten. Daher sollten Sie besser zu den im Betriebshandbuch angegebenen Öltypen greifen.

Wer einen Rasentraktor sein Eignen nennt und diesen im Winter zum Schneeräumen oder Streuen verwendet, kann jedoch durchaus ein KFZ-Öl verwenden.

Was tun, wenn das falsche Öl eingefüllt wurde?

Steigt weißer oder blauer Rauch auf, sobald Sie den Motor starten, kann dies ein Hinweis auf die Verwendung eines falschen Öltyps sein. Um den Motor zu schützen, muss das Öl unverzüglich abgelassen werden. Im schlimmsten Fall kann es Dichtungen zersetzen und den Motor zerstören.

  • Stellen Sie den Motor ab und ziehen Sie das Zündkerzenkabel ab. Achten Sie darauf, dass das Kabel die Zündkerze nicht berühren kann.
  • Suchen Sie den Ölablassstopfen. Befreien Sie dazu, wenn nötig, das Mähwerksgehäuse von Schmutz und Grasresten. Säubern Sie den Bereich rund um den Ablass gründlich mit einem sauberen Tuch, damit keine Schmutzpartikel in den Öltank gelangen kann.
  • Bedecken Sie den Boden mit Zeitungspapier und stellen Sie ein Behältnis zum Auffangen des Öls bereit. Öffnen Sie den Stopfen und neigen Sie das Mähergehäuse, sodass das Öl in den Auffangbehälter fließt.
  • Falls Ihr Rasenmäher über einen Ölfilter verfügt, sollten Sie diesen ersetzen. Setzen Sie dazu einen passenden Rohr- oder Filterschlüssel auf den Filter und drehen Sie ihn gegen den Uhrzeigersinn heraus.
  • Besorgen Sie das passende Motoröl. Notieren Sie im Zweifelsfall Name und Typenbezeichnung Ihres Mähers und lassen Sie sich beraten.
  • Ölen Sie die Filterdichtung des Ölfilters mit dem neuen Motoröl.
  • Schrauben Sie den Filter händisch so weit ein, dass die Dichtung den Adapter berührt. Ziehen Sie den Filter danach fest.
  • Füllen Sie den Tank bis zum angegebenen Höchststand an.
  • Entsorgen Sie das alte Öl gemäß den an Ihrem Wohnort gültigen Umweltbestimmungen.

Stand: 10.07.2020 um 11:36 Uhr / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API